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"Die letzten Männer von Aleppo"

Einladung zur Filmvorführung „Die letzten Männer von Aleppo“ mit Bilderausstellung „Aleppo – früher und heute“ im DRK Mehrgenerationenhaus

Seit sechs Jahren ist der Krieg in Syrien in unserem Bewusstsein. Und auch wenn die Nachrichten momentan nicht mehr so bedrohlich erscheinen mögen, bleiben Bilder von Zerstörung, Schmerz und Hoffnungslosigkeit. Kaum jemand kann die Meldungen, die uns erreichen, in Bezug zu politischen, sozialen oder ökonomischen Realitäten vor Ort setzen.

„Die letzten Männer von Aleppo“ des syrischen Regisseurs Firas Fayyad (Ko-Regie: Stehen Johannessen) ist ein Film, der von menschlichen Schicksalen im Krieg erzählt, (fast) ganz ohne Politik:

 Im vom Krieg zerrütteten Aleppo in Syrien ist es der Syrische Zivilschutz, im Deutschen „Weißhelme“ genannt, der immer wieder all seine Kräfte aufbietet, um der Bevölkerung zu helfen. Zu den Gründungsmitgliedern der Organisation gehören Khaled, Mahmoud und Subhi, die immer zur Stelle sind, wenn Bomben einschlagen oder Anaschläge verübt wurden – unter Einsatz des eigenen Lebens retten sie Menschenleben, bergen aber viel zu oft nur noch Tote an den Unglücksstellen. Für die Dokumentation „Die letzten Männer von Aleppo“ haben die Filmemacher die Arbeit der freiwilligen Helfer zwei Jahre lang begleitet, sie bei ihrem Einsatz gegen die täglichen Bedrohungen in den zerstörten Straßen, aber auch beim Kampf gegen die eigenen Ängste und für ein Stück Menschlichkeit und Hoffnung im Krisengebiet gefilmt.

Die syrisch-dänisch-deutsche Koproduktion wurde im Januar 2017 auf dem renommierten Sundance Film Festival in den USA mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm in der Kategorie World Cinema ausgezeichnet. Die Freiwilligenorganisation „White Helmets“ wurde 2016 für den Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Vor und nach der Filmvorführung haben die Gäste die Gelegenheit mit syrischen Familien ins Gespräch zu kommen. Sie führen gern durch die Ausstellung der Bilder, die Aleppo vor und nach dem Krieg zeigen. Für einen Snack mit syrischen Spezialitäten ist ebenfalls gesorgt.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Wettbewerbs „Mein.Deine.Eine Welt“ und zwar am Mittwoch, den 27.09.17 18:00 bis 21:00 Uhr im DRK Mehrgenerationenhaus, Weißensteiner Str. 40.

Eine Anmeldung ist erwünscht an Ilsabé Waldenmaier, 07171-350672 bzw. i.waldenmaier[at]drk-gd[dot]de.

Treffpunkt Kunterbunt des DRK im Ravensburger Spieleland

Wer aufgeregter war – die Mütter oder die Kinder – lässt sich nicht eindeutig sagen. Auf jeden Fall waren alle überpünktlich am Busbahnhof, um auf Einladung des Arbeiter-Samariter-Jugend BW ins Ravensburger Spieleland zu fahren.

An dem Ausflug zum Ravensburger Spieleland, organisiert und bezahlt vom Arbeiter-Samariter-Jugend BW teilnehmen zu dürfen, war für den Treffpunkt Kunterbunt des DRK etwas ganz Besonderes. Acht Flüchtlingskinder und vier Erwachsene haben aus Gmünd an dem Ausflug teilgenommen und mit weiteren Gruppen aus dem Ländle den Tag bei herrlichem Wetter genossen. Angekommen im Spieleland durfte die Gruppe den Freizeitpark auf eigene Faust erkunden und die verschiedenen Spiele ausprobieren. Die „fliegende Maus“ war aber auch für die Mütter so attraktiv, dass sie sich gern auf das Abenteuer einließen. Die Spaghetti, zu denen die Familien eingeladen waren, wurden ruckzuck verdrückt, denn nach dem gemeinsamen Mittagessen mit allen Teilnehmern hatten die Parkbesucher nur noch wenige Stunden um weitere Attraktionen und Spiele auszuprobieren. Die Rückfahrt verlief im Vergleich zur Hinfahrt sehr ruhig, da alle zufrieden und erschöpft ihre Plätze im Bus wieder einnahmen. Beim Abschied in Schwäbisch Gmünd fielen die Kinder Kezban Celik vom DRK um den Hals, um sich herzlich zu bedanken, dass sie als Koordinatorin in der Flüchtlingsarbeit des DRK, den Tag für den Treffpunkt Kunterbunt organisiert hat.

Fotoausstellung Aleppo im DRK stieß auf großes Interesse

Die Projektstelle Flüchtlingsarbeit im DRK hatte zu einem Syrien-Abend eingeladen, der mehr sein sollte, als ein Vortragsabend - und es hat funktioniert.

Tief betroffen gemacht hatte Ilsabé Waldenmaier vom DRK das erste Gespräch mit Khaled Alaswad, der ihr die Fotoserie über Aleppo - wie es mal war und wie es heute aussieht - zeigte. Sehr gefühlvoll erzählte er von seiner Kindheit in Aleppo. Zusammen mit Abdulkerriem Alhanafi, der den Vortrag "Meine Heimat Syrien" für seine Hauptschulprüfung vorbereitet hatte, wurde daraufhin der Abend geplant. "Nicht über, sondern mit den Flüchtlingen sprechen - das war die Idee dahinter", erklärte Ilsabé Waldenmaier. Dass eine so große Zahl an Interessenten das Gespräch suchte, hatte keiner erwartet und die jungen Syrer waren sichtlich aufgeregt.

Doch die Vortragenden bekamen Hilfe von den anderen anwesenden Familien aus Aleppo und Damaskus, die bereitwillig Fragen zur Situation in den bedrohten Gebieten beantworteten. Beim Rundgang durch die Ausstellung im Foyer des DRK zeigten sich die Besucher erschüttert. "Es ist doch so sinnlos und nicht zu begreifen, dass dort alle gegeneinander kämpfen und so viel zerstören. Was können denn die Familien, die dort friedlich lebten, dafür?" fragt eine Besucherin, die bisher kaum Kontakt mit Geflüchteten hatte. Nicht auf alle Fragen gab es Antworten, aber bei syrischen Köstlichkeiten, die die Familien aus dem DRK-Treffpunkt "Kunterbunt" mitgebracht hatten, fanden freundliche Begegnungen und intensive Gespräche statt. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Geschwister Shevko und berührten damit die Herzen sowohl der deutschen als auch der internationalen Gäste.

Dei Bilder aus Aleppo sind noch bis Ende November im Foyer des DRK Mehrgenerationenhaus ausgestellt. Wer die Bilder danach für eine ähnliche Veranstaltung - gern auch an Schulen - ausleihen möchte, kann sich bei Ilsabé Waldenmaier oder Kezban Celik melden: Telefon: 07171/3506-72 oder 07171/3506-32

Ein Nachmittag mit Zauberer Rondini

Die Freunde des Spielplatzes Kimpolungerstraße und der Treffpunkt KUNTERBUNT des DRK organisierten gemeinsam im Mehrgenerationenhaus einen Nachmittag mit Zauberer Rondini. Immer wieder durften Kinder bei den Vorführungen assistieren und versuchten aus der Nähe die Tricks auszukundschaften, was aber nie gelang.

Für Presseberichte hier klicken.

Kunterbunt in Öhringen

Treffpunkt des DRK-Kreisverbandes besucht die Landesgartenschau

Die Teilnehmer des Treffpunkt Kunterbunt machten einen Ausflug zur Landesgartenschau in Öhringen. Familien mit ihren Kindern hatten spontan einen spannenden Tag. Der DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd bietet den Treff jeden zweiten Freitag an.

Mit so vielen Teilnehmern hatten die Verantwortlichen für die Flüchtlingsarbeit im DRK in Schwäbisch Gmünd nicht gerechnet, als sie kurzfristig einen Ausflug zu Öhringer Landesgartenschau organisierten. Teilnehmer waren die Familien und Ehrenamtlichen, die sich jeden zweiten Freitag im Mehrgenerationenhaus treffen.

Einige Familien haben die Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd schon erlebt und konnten sehen, was die Stadt Öhringen auf die Beine gestellt hat. Dass die Sonne den ganzen Tag vom Himmel brannte, machte nur den Erwachsenen zuweilen zu schaffen. Die Kinder, die in der Mehrzahl waren, ließen sich nur ungern von den Bastelstationen und Hüfpburgen weiterführen. Der Abschluss fand an der großen Bühne bei einem Mitmachkonzert für Kinder statt. Nasteha aus Somalia gewann sogar die CD der Aufführung, sodass die besten Songs im Treffpunkt Kunterbunt nachgesungen werden können.

Während die Kinder miteinander singen, spielen, malen oder tanzen, treffen sich die Eltern zum Deutschtreff ohne Schulbuch. "An diesem Nachmittag geht es nicht darum, Grammatik und Vokabeln zu pauken", sagt Ilsabé Waldenmaier. "Vielmehr bieten wir hier unterschiedliche Themen an, über die wir, natürlich auf Deutsch, diskutieren: Ernährung, Mülltrennung oder Ähnliches."

Dei Verantwortlichen des DRK freuen sich, wenn sie auch deutsche Familien für den Treffpunkt gewinnen können. Eine bunte Mischung der Kinder und Erwachsenen ist auch den Verantwortlichen der Aktion Mensch wichtig, die dieses Projekt fördert.


Für Pressebericht: Gmünder Tagespost vom 23.09.2016

Pressebericht: Rems-Zeitung vom 16.09.2016

DRK Rettungshunde zeigen ihr Können

DRK Rettungshunde zeigen ihr Können

Im Rahmen des Sommerferien-Programms hatte das Projektteam Interkulturelle Öffnung und Flüchtlingskoordination im DRK Kreisverband zum Besuch der DRK Rettungshundestaffel in Lorch eingeladen.

Fröhlich begrüßten Emma, Paula und Maddox zusammen mit ihren Hundeführern die Kinder und ihre Betreuerinnen und Betreuer auf dem Trainingsplatz der Gmünder DRK Rettungshundestaffel in Lorch. Noch etwas zurückhaltend versammelten sich zunächst alle Teilnehmer in der Sitzecke, um zu erfahren, wie es bei der Hunderettungsstaffel zugeht. Katrin Baumann und Daniela Zink erklärten, dass Rettungshunde zuverlässige Helfer bei der Rettung von in Not geratenen Menschen sind. Dank ihres ausgeprägten Geruchsinns und eines intensiven Trainings können sie große Gebiete effektiv und schnell nach einer vermissten Person absuchen. Auch wenn konkrete Einsätze zum Glück nicht so oft vorkommen, sind Rettungshunde mit ihren Hundeführern im modernen Rettungswesen nicht mehr wegzudenken.

„Warum kommt ihr denn mit euren Hunden hier her?“, wird neugierig gefragt. Katrin erklärt es gern: „Als ich meinen Hund bekam, war mir klar, ich möchte mit ihm gemeinsam ein Hobby ausüben und viel Zeit mit ihm verbringen. Außerdem kann ich somit im Dienst des DRK auch noch etwas Gutes tun.“

Nach der theoretischen Einführung zeigten die Hunde mit Freude, was sie im Training alles lernen: über schwieriges Gelände gehen, durch Rohre kriechen, sich nicht von Lärm ablenken lassen und verletzte / vermisste Personen „anzeigen“. „Ganz wichtig ist es“, betont Daniela Zink, „dass das Training auf dem Belohnungsprinzip basiert. Die Hunde sollen einfach Spaß haben.“ Daher gab es nach jeder gelungenen Einheit eine Portion Leberwurst aus der grünen Dose oder ein Leckerli; beides nahm Maddox auch gern aus Delavs Hand entgegen.

Trotz hoher Brennessel-Felder ließen sich die Kinder nicht nehmen, den Hunden auf der Vermisstensuche im Wald zu folgen. Zum Schluss war nach dem Wettlauf und anschließendem „Ballholen“-Spiel für die Betreuer nicht zu erkennen, wer mehr erschöpft war – die Hunde oder die Kinder. Alle jedoch waren rundum zufrieden mit der tollen Ferienaktion des DRK.

Ammanullah heißt neue Landsleute in „seiner“ Stadt willkommen

Ammanullah heißt neue Landsleute in „seiner“ Stadt willkommen

Mit einem bunten Bildervortrag und Informationen über Land und Leute stellte Amanullah Jadoon, ein junger Pakistani, der schon längere Zeit in Schwäbisch Gmünd lebt,  mit Hilfe von Paul Hirt – Studierender an der PH Gmünd – den interessierten Zuhörern im Foyer des DRK Mehrgenerationenhauses sein Heimatland vor.

Amanullah betonte, dass er in Schwäbisch Gmünd glücklich und zufrieden ist, doch deutlich war ihm anzumerken, dass er die Landschaften und Menschen dort vermisst. Umso mehr freute er sich, dass fünf Landsleute, die erst am Vorabend in ihrer Wohnung in Waldstetten angekommen waren, gemeinsam mit ihren Patenfamilien der Einladung zum Vortrag gefolgt waren. „Ein glücklicher Zufall“, so Ilsabé Waldenmaier, die Koordinatorin der Flüchtlingsarbeit im DRK Kreisverband, „dass wir den jungen Männern so einen Willkommensabend bereiten konnten“. Die Patenfamilien Kuhn und Meier bekamen gleichzeitig einen ersten Eindruck über das Heimatland ihrer neuen „Patenkinder“. Amanullah spricht schon sehr gut Deutsch, daher machte es nichts aus, dass er sich während des Vortrags immer wieder Hilfe beim Publikum holte, wenn die Zahlenangaben einfach zu groß waren. Nur als es um die Politik ging, bat er Paul Hirt den Vortrag weiterzuführen. Die Erinnerungen an die Unterdrückung in seinem Heimatland sind zu belastend – darüber kann und will er nicht reden.

Im Anschluss des Vortrags stellten sich die pakistanischen Gäste – mit Dolmetscherhilfe durch Ammanullah - vor und bei typischen kulinarischen Kleinigkeiten, wie Samosas, Pakoras und Pudding aus Pakistan ließen sie die Fotos ihrer Familien sprechen. Frau Kuhn bedankte sich für die Einladung: „Das war ein toller Abend, aber morgen kochen wir gemeinsam typisch schwäbisch.“


Pressebericht Rems-Zeitung vom 05. Juli 2016

DRK Frühstücksteam gemeinsam mit irakischen Frauen bei der Malaktion

Gut vorbereitet für die Suppensonntage im Himmelsgarten

Die Teilnehmerinnen des Interkulturellen Frühstücks im DRK nahmen begeistert die Idee von Frau Schnürle-Baier auf, sich an den Suppensonntagen im Himmelsgarten zu beteiligen. Ab Ende April soll an jedem Sonntag für die Besucher des Himmelsgartens eine kostenlose vegetarische Suppe verteilt werden. Die Gmünder Vielfalt lebt auch kulinarisch! Schnell entschied man sich dafür, die berühmte russische Borschtsch zu kochen und zwar am 29. Mai 2016. Diese Suppe wird in Russland oft fleischlos gekocht und schmeckt nach Aussage der langjährigen Frühstücksteilnehmerinnen auch nur mit Gemüse.

Zunächst aber trafen sich einige Frauen im Mehrgenerationenhaus des DRK mit der Frauenbeauftragte Elke Heer und den irakischen Mädchen Fatn und Khitam zu einer gemeinsamen Malaktion.

Nach einem arbeitsreichen Vormittag zeigten  die „Künstlerinnen“ ihre Ergebnisse: Wolken und Sterne, die auf das Gericht und die jeweilige „Kochgruppe“ hinweisen.  Während des Malens und Lackierens wurde viel gelacht und  gemeinsam über die Entwürfe diskutiert. Der ein oder andere Entwurf landete im Papierkorb, bevor es an die Arbeit ging. Besonders Fatn zeigte großes Talent beim kunstvollen Malen der arabischen Schriftzeichen. Die jungen Frauen sagten im Anschluss begeistert zu, auch bei weiteren Aktionen mit Flüchtlingskindern, die Ilsabé Waldenmaier und Kezban Celik im DRK organisieren, mitzuhelfen. Da beide inzwischen gut Deutsch sprechen, helfen sie auch gern beim Dolmetschen. Zum Abschluss wurden schon mal die Rezepte der Suppen ausgetauscht und die gegenseitige Teilnahme zugesagt. Am 24.April 2016 kochen die irakischen Frauen eine Linsensuppe, am 29.Mai 2016 bieten die Frauen des Interkulturellen Frühstücks im DRK die vegetarische Kohlsuppe Borschtsch an.