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Mit kleinen Hütchen große Spendensumme erzielt – fünf Jahre Spenden für die DRK-Demenzstiftung

Im Bild (von links): DRK-Präsident Dr. Joachim Bläse, Paul und Maria Ohnewald, Abteilungsleiterin Sonja Duschek, Irene Meixner (Vorsitzende DRK-Demenzstiftung)

Maria Ohnewald engagiert sich seit dem Jahr 2009 ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz in Schwäbisch Gmünd. Zunächst im Strickkreis, dann auch beim betreuten Wohnen in Lindach, wo sie sich bei Kaffeenachmittagen und gemeinsamen Frühstücken einbrachte. Eines Tages kam ihr die Idee, mit kleinen Geschenken Spenden zu sammeln: „Ich fing an, kleine Hütchen zu häkeln, die ich zusammen mit einem passenden Gedicht für 2,- € verkaufen wollte“, so Ohnewald.

Durch die positive Resonanz bei einem Familienfest ermutigt, beschloss sie im Juni 2012 beim Stadtfest in Schwäbisch Gmünd ihre selbstgemachten Hütchen zu verkaufen. All ihre 70 Hütchen mit dazu passendem, selbstgeschriebenem Gedicht, konnte sie verkaufen. Seither sind fünf Jahre vergangen und die „Heuchlinger Hütchen“ von Maria Ohnewald sind zu einem Verkaufsschlager geworden. 3.514 Hütchen hat sie zwischenzeitlich verkauft, selbst die Zeitschriften TINA und Frau der Woche berichteten davon, was Ohnewald Kunden aus ganz Deutschland einbrachte.

Die Hütchen werden verwendet als Tischdeko, für Kindergeburtstage, als Verzierung von Flaschen und Geschenken und immer ist das Gedicht mit dabei. Seit 2015 hat Ohnewald ihr Angebot erweitert um Minisocken für Geldgeschenkkarten, sowie selbst gestaltete Glückwunschkarten für jeden Anlass. Ohnewald nutzt jede Gelegenheit, um ihre Waren zu verkaufen: Stadtfeste, Seniorenfeiern, Kindergeburtstage, selbst Busreisen nutzt sie, um zu häkeln und so auf ihre Produkte hinzuweisen: „mit 50,- € für den guten Zweck bin ich noch jedes Mal zurückgekommen“ so Ohnewald.

Der gute Zweck ist die Demenzstiftung des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V. Seit der ersten Spende im Januar 2013 über 600,- € ist Maria Ohnewald der DRK-Demenzstiftung treu geblieben. Mit der jetzt überreichten Summe von 2.000,- € hat Ohnewald die unglaubliche Summe von 11.100,- € an Spendengeldern erzielt. Hinter diesem Betrag steckt die ebenfalls beeindruckende Zahl von rund 5.000 Stunden Ehrenamt. Unterstützt wird Ohnewald dabei immer wieder von ihrer Freundin Anita Nagler, die Kindersocken strickt und diese ihr zum Verkauf für den guten Zweck überlässt.

Neuestes über Demenz

Prof. Dr. Walter Hewer, Chefarzt der Gerontopsychatrie im Klinikum Christophsbad in Göppingen, referiert beim Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Schwäbisch Gmünd, über Demenz.

Gerne folgte Dr. Hewer der Einladung der DRK Demenzstiftung und berichtete zunächst über die aktuellen Verfahren zur Diagnosestellung einer Demenzerkrankung. Eine Gedächtnisstörung alleine reiche für die Diagnose Demenz nicht aus. Um zu klären, wie lange welche Art von Beschwerden vorliegt sei ein ausführliches Gespräch notwendig. Zudem solle eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wie etwa einer Depression oder Stoffwechselstörungen stattfinden. Auch sinnvolle medizinische Untersuchungen stellte der erfahrene Gerontopsychiater vor: Laboruntersuchungen des Blutes und des Hirnwassers. Die Hirnleistung werde getestet, zudem eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) empfohlen.

Dr. Hewer berichtete, wie schwierig es für Angehörige meist ist, einen Demenzbetroffenen zu begleiten und zu unterstützen. Häufig erschweren zusätzlich zu Gedächtnisstörungen und nachlassenden körperlichen Funktionen psychiatrische Auffälligkeiten das Zusammenleben. Oft fehle den Erkrankten eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, so auch bei der Fahrtauglichkeit. Zu Beginn der Erkrankung sei diese möglicherweise noch vorhanden. Der Arzt sollte aber nach gestellter Diagnose auf jeden Fall den Patienten auf den kommenden Verlust der Fahrtauglichkeit hinweisen. In einem frühen Stadium ist vom Erkrankten Einsicht zu erhoffen. Dies kann genutzt werden um die künftige Mobilität anders zu planen. Eines sei sicher: Bei fortgeschrittener Demenz darf nicht mehr gefahren werden.

Abschließend wurde die Frage behandelt, was getan werden kann um einer Demenzerkrankung vorzubeugen. Eine Garantie gibt es leider nicht, jedoch sind körperliche und geistige Aktivität, Vermeidung von Übergewicht und Bluthochdruck, Nichtrauchen, wenig Alkohol und Kontrolle einer Diabeteserkrankung hilfreich. DRK Kreisgeschäftsführer Bruno Bieser bedankte sich beim Referenten für den spannenden Vortrag. Besonders hob er hervor, dass Prof. Dr. Hewer sein Honorar für diesen Abend in vollem Umfang der DRK Demenzstiftung zur Verfügung stellt. Durch diese werden unter anderem die Demenzberatung des DRK sowie Entlastungsangebote wie Betreuungsgruppen und der häusliche Betreuungsdienst beim DRK unterstützt.

Ein toller Vormittag! Benefizkonzert mit den Swany Feet Warmers

Rund 150 Gäste durfte die Vorsitzende der DRK-Demenzstiftung, Rechtsanwältin Irene Meixner, zum Benefiz-Weißwurstfrühstück begrüßen. Für beste Stimmung im DRK-Foyer sorgten dabei die Swany Feet Warmers, welche die zahlreichen Gäste mit toller Musik unterhielten.

Kompentent bedient wurden die Gäste durch die Mitglieder des Demenzstiftungsbeirates sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes und den DRK-Kreisverbandspräsidenten Dr. Joachim Bläse.

Freuen durfte sich die DRK-Demenstiftung über eine Spende in Höhe von 5.000 € des DRK-Nähstübles Heubach zugunsten ihrer Arbeit.