Foto: D. Winter / DRK e.V.Die Schnelleinsatzgruppe Schwäbisch Gmünd (SEG-E Schwäbisch Gmünd) wurde im Jahr 1996 als Teileinheit des Ortsvereins Schwäbisch Gmünd in Dienst gestellt. Hintergrund war der Wegfall einer Einsatzeinheit. Diese entstandene Lücke wurde seinerzeit durch den DRK-Kreisverband bzw. den DRK-Ortsverein Schwäbisch Gmünd in Eigeninitiative aufgefangen.
Zwischenzeitlich ist die SEG der Abteilung Rettungsdienst zugeordnet. Das Personal rekrutiert sich aus Helfern aus verschiedenen Bereitschaften und aus Rettungsdienstmitarbeitenden.
Durch die Personal- und Qualifikationsstruktur der Bereitschaft ist die SEG in der Lage, im Alarmfall mit einem hohen Anteil an Rettungsdienstpersonal in den Einsatz zu gehen. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat die SEG Schwäbisch Gmünd seit Beginn an eine stark rettungsdienstliche Ausrichtung.
Die Unterkunft des SEG Schwäbisch Gmünd ist auf dem Campus des Kreisverbandes in Schwäbisch Gmünd in direkter Nachbarschaft zur Rettungswache und Kreisgeschäftsstelle.
Die Haupteinsatzgebiete der SEG sind z.B. Sicherungseinsätzen bei Bränden, Großschadenslagen, Massenanfall von Verletzten / Betroffenen. Für diese Aufgaben stehen der SEG Schwäbisch Gmünd rund 30 Helfer, deren Qualifikationen sich vom Sanitätshelfer bis zum Notfallsanitäter erstrecken, sowie eine Notarztgruppe zur Verfügung.
Über die Jahre haben sich die ehrenamtlichen rettungsdienstlichen Strukturen weiterentwickelt und spezialisiert, so dass aktuell neben der regulären Schnelleinsatzgruppe eine Gruppe Information und Kommunikation (IuK) mit einem Einsatzleitwagen (ELW2) sowie eine Drohnengruppe mit eigenem Gerätewagen existiert. Für technische Unterstützung steht als weiter ehrenamtliche Gruppierung der Technische Dienst TD) mit einem Gerätewagen bereit und kann mit Licht, Strom, Wärme etc. unterstützen. Aus der SEG wird auch mit dem SEG RTW, der einem regulären Rettungswagen entspricht, die Unterstützung Rettungsdienst (URD) bereitgestellt, dies bedeutet, dass in Spitzenzeiten ehrenamtlich mit ca. 10 Minuten Vorlauf ein weiterer Rettungswagen in den Einsatz gebracht wird.
Das Besondere ist, dass alle ehrenamtlichen RD-Einheiten durch den Kreisverband eigenfinanziert sind und damit separat zu den regulären Einsatzeinheiten zu sehen sind. Nicht als Konkurrenz, sondern eigenverbandliche Einheiten, losgelöst von den Strukturen des Bevölkerungsschutzes. Im Einsatz und bei Übungen arbeiten die Einheiten eng mit der Einsatzeinheit und anderen Einheiten zusammen und unterstützen sich gegenseitig.