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Christlich - Muslimisches Hospiz im Dialog

NWZ Neue Württembergische Zeitung - Südwest Presse vom 26.10.2017

"Es geht nicht nur um satt und sauber"

Gmünder Tagespost vom 20.10.2017

Sterbebegleitung aus islamischer Sicht

Hintergrundwissen zur Begleitung muslimischer Patienten im Sterbebett im Hospiz Lorch – Herr Imam Selcuk Lök von der DITIB Gemeinde zu Gast.

Nach ausführlichen Vorgesprächen zwischen Rainer Molt, Vorsitzender vom Hospiz Lorch, und Kezban Celik, Koordinatorin für Interkulturelle Öffnung und Flüchtlingsarbeit im DRK, ist der Gruppenabend für die SterbebegleiterInnen mit dem Thema Sterbebegleitung aus islamischer Sicht zur Stande gekommen. Gibt es Unterschiede im Umgang mit Menschen muslimischen Glaubens am Sterbebett? Welches Verhalten ist nach einem Todesfall angemessen? Diese und weitere Fragen waren für die Gruppe von Interesse. Die Teilnahme vom Imam Selcuk Lök der DITIB Gemeinde an der Veranstaltung bei so einem sensiblen Thema ist sehr wichtig, betont Kezban Celik, die ihn und Gökten Ergin, Dialogbeauftragter derselben Gemeinde, zu dem Abend ebenfalls eingeladen hat. Angefangen von abrahamatischen Religionen, Glaube an Heiligen Büchern, bis hinzu Beerdigung und Kondolenz in muslimischen Kreisen waren einige der vielen Themen, die an diesem Abend fachmännisch vorgetragen und ausdiskutiert wurden. Mit wertvoller Unterstützung vom Imam Selcuk Lök konnten alle Fragen geklärt und beantwortet werden. Die Rückmeldung der Teilnehmer, wie liebevoll und respektvoll die Menschen nach islamischen Glauben auf ihrem letzten Weg begleitet werden, hat die Veranstalter besonders gefreut. Als eine weitere Begegnung wird ein Besuch der Moscheegemeinde geplant, an dem die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe Lorch die Moschee sowie auch die Waschräume für Tote besichtigen können.

Gemeinsames öffentliches Fastenbrechen auf dem Johannisplatz

Zum zweiten Mal organisierte der Arbeitskreis interreligiöser Dialog ein gemeinsames Fastenbrechen "Iftar" auf einem öffentlichten Platz in Gmünd. War es im vergangenen Jahr der Münsterplatz, trafen sich diesmal Hunderte von Gläubigen aller Religionen auf dem Johannisplatz.

Mitten unter den Besuchern saßen die Vinzentinerinnen Schwester Katrin, Schwester Adelheid, Schwester Roswitha und Schwester Erentraud von der Gehörlosenschule St. Josef. Sie freuten sich auf den Abend und erzählten, dass sie einen geistlichen Tag hatten, "an dem wir von dem einen Gott gesprochen haben". Für diese Enheit im Glauben wollen sie durch ihren Besuch ein Zeichen setzen. Ein Zeichen aber auch gegen die Gewalt, wie sie in letzter Zeit aufgetreten sei und letztendlich berichten sie sehr überzeugt von dem harmonischen Verhältnis mit vielen muslimischen Beschäftigten und Schülern, das sie veranlasst habe zum "Iftar" zu kommen.

In der Zwischenzeit füllte sich der Platz immer mehr, schließlich leben in der Stadt 140 verschiedene Nationen. Sehr viele muslimische Familien sind da, aber auch einige Dutzend Deutsche, darunter Mitglieder des Gmünder Gemeinderats. Charmant und informativ führen Kezban Celik und Ibrahim Aslan durch den Abend. Sie kündigen Imam Selcuk Lök von der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Gmünd an, der mit einer Koranrezitation beginnt. Die deutsche Übersetzung finden die Besucher in einem Flyer auf den Tischen. Während er rezitiert, sind die Münsterglocken mit dem Abendläuten zu hören. Respektvoll legt der Imam eine Pause ein. Von Imam Mirhet-Joldic von der Bosnisch-Islamischen Gemeinschaft werden die Vertretungen der Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister  Richard Arnold, der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde mit Dekan Robert Kloker und Dekanin Ursula Richter begrüßt, ebenso die bosnisch-islamischen, die evangelisch-methodistischen, die islamisch-albanischen Gemeinschaften und die islamische Gemeinschaft Milli Görüs, sowie der türkisch-islamische Kulturverein und der DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd. 

Der Ramadan, so Imam Joldic, sei für die Muslime die wichtigste und heiligste Zeit des Jahres. Intensiv werde in dieser Zeit Zuneigung, Toleranz und Respekt gelebt. Zwischen Johanniskirche und Prediger zu feiern, zeige wie die Akzeptanz gewachsen sei. "Unsere Unterschiede schwächen uns nicht, sondern bereichern uns." Er dankte der Stadt im Namen aller Gmünder Moscheen und islamischen Gemeinden für die Vorbereitung des Essens.

In verschiedenen Sprachen begrüßte auch Imam Jusuf Xhelili vom islamisch-albanischen zentrum Levizia e.V. die Gäste. "Salam aleiku, Friede sei mit euch", begann die evangelische Dekanin Ursula Richter ihre Ansprache. Sie freue sich über die Gastfreundschaft und gelebte Gemeinschaft und versicherte: "Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren. Weder durch Terror, der ihnen und ihrer Religion am meisten schadet, nocht durch Extreme unter dem Dach der Kirchen, welche die christliche Botschaft missachten." Und doch stünden die christlichen und muslimischen Gemeinschaften vor der Herausforderung, das Gift der gesellschaftlichen Spaltung zu bekämpfen.

Der katholische Dekanstellvertreter und Pfarrer Robet Kloker ist überzeugt, dass man als Freunde Unterschiede aushalten könne. Es müsse nicht alles glatt gebügelt werden, das mache eine gute Freundschaft aus und er lud zum Gegenbesuch zur Eröffnung der Adventszeit ein (Samstag, 2. Dezember, 17 Uhr im Franziskaner-Gemeindehaus in Gmünd). Es gab verschiedene Auftritte von Kinderchören der bosnisch-islamischen Gemeinde und vom Zentrum Levizja. Einen Rap hatten die Kinder der Ditib-Gemeinde vorbereitet, in dem sie auf gut verständliche Weise Erklärungen zum Islam gaben und die Reime des Koran interpretierten und sangen "Koran ist mehr als nur Hölle und Paradies" und weiter "Du nennst ihn Gott. Ich sag Allah". Allgegenwärtig war das biblische "Alte Testament", wo sich Namen udn Geschichten im arabisch verfassten Koran wiederfinden. Diese Urfassung lesen zu lernen, wir den Kindern in den Moscheen beigebracht.

Die Moderatoren gaben weitere Erklärungen zum Ramadan, wo in der Zeit von Sonnenaufgang bis zum -untergang alle gesunden erwachsenen Moslems auf Essen, Trinken und Sexualität verzichten. Dieser Verzicht sei als Wertschätzung zu sehen, das abenliche Essen widerum stärke die Gemeinschaft. Den kulturellen Zusammenhalt betonen, möchte Oberbürgerbmeister Richard Arnold, der bat: "Lassen Sie sich ein auf  Schwäbisch Gmünd und lassen sie sich auf die Traditionen, die in dieser Stadt gelten." Er wurde von den islamischen Gemeinden mit einem Blumenstrauß überrascht als Dank für seine Haltung, die den "Gmünder Weg", das "Bündnis für Menschlichkeit" möglich gemacht hat. Dank galt auch der Stadtverwaltung für die Vorbereitungen zum "Iftar".

Dann wurde es 21.32 Uhr und die Essensausgabe begann. In Schlangen standen die Menschen an drei Stationen an. Dort gab es Datteln, Linsensuppe, ein Reisgericht mit feinen Nudeln, Fleisch- und Gemüseeintopf un gemischter Salat und süßen Baklava in Blätterteig. Mit einem Gebetsruf wurde anschließend zum Fastenbrechen eingeladen und damit auch zur Zeit für Gespräche an den Tischen.

 

Auszug aus der Rems-Zeitung vom 19.06.2017

DRK Frühstücksfrauen erleben Gmünder Geschichte auf dem Salvator

Der Wunsch der russischen und türkischen Frühstücksfrauen, mit der Gruppe den Salvator zu erkunden, wurde seitens der Organisatorinnen erfüllt. Die Teilnehmerinnen durften unter der kompetenten Führung von Brigitte Kienhöfer die Geschichte von Gmünd sowie die St. Salvator Kapelle erkunden und viele Fragen beantwortet bekommen. Anschließend wurde gemeinsam interkulturell bei Mrs. Börek gefrühstückt, welches zu weiteren Unterhaltung gesorgt hat.

Der nächste Frühstückstermin ist am 08.06.2017, an dem eine Moscheeführung in der DITIB Gemeinde geplant ist. Nähere Informationen folgen.

DRK Einführungsveranstaltung "Anerkennung von Bildungsabschlüssen"

Die DRK-Projektstelle "Gut informiert das Leben meistern" hat in Zusammenarbeit mit dem Aha e.V. Schwäbisch Gmünd eine Einführungsveranstaltung zum Thema "Anerkennung von Bildungsabschlüssen" organisiert. In diesem Rahmen wurde das oben genannte Thema ausgiebig besprochen. Die russischprachige Migrantinnen und Migranten sind auf der Suche nach einem Lösungsweg, wie sie ihre Diplomabschlüsse in ihren Heimatländern in Deutschland anerkennen lassen können. Auf Basis der Besprechung der individuellen Fälle wird das DRK in naher Zukunft einen Fachvortrag organisieren, bei dem die offenen Fragen geklärt werden können.

Für Fragen steht Ihnen im DRK Kezban Celik unter 07171 / 35 06 32 und k.celik[at]drk-gd[dot]de zur Verfügung.

Deutsch-Türkisches Netzwerk im Ostalbkreis ruft zur Besonnenheit auf

Gmünder Tagespost vom 15.04.2017

Willkommen in der neuen alten Heimat - Gut informiert das Leben meistern!

Die Stelle Interkulturelle Öffnung im DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd startet neues Projekt

Das zweijährige Projekt "Willkommen in der neuen alten Heimat - Gut informiert das Leben meistern" wird vom DRK Generalsekretariat gefördert und beinhaltet verschiedene Bausteine zur Unterstützung von SpätaussiedlerInnen. Die Schwerpunkte sind:

  • Unterstützungsmaßnahmen
  • Unterstützung von Menschen mit besonderen Lebenslagen und in besonderen Situationen
  • Beratung und Betreuung für ältere Arbeitnehmer/innen ohne Berufsabschluss
  • Informationsreihen für Jugendliche im Übergang Schule/Beruf
  • Pflege- und Betreuungsangebote für bedürftige und armutsgefährdete Personen

Auf Basis dieser Planungsideen ist bereits ein Teilprojekt entstanden. Svetlana Rogler, deutsch-/russischsprachige Beraterin, bietet regelmäßige Sprechstunden an, um die Bedürfnisse und Belange von russischsprechenden Migranten aufzunehmen, diese zu bearbeiten und zu beraten. Weitere Details zu diesem Angebot können Sie dem angehängten Flyer entnehmen.  

Ihre Rückmeldungen, Ideen sowie Anregungen zum Projekt sind jederzeit herzlich willkommen!

DRK Rettungshunde zeigen ihr Können

DRK Rettungshunde zeigen ihr Können

Im Rahmen des Sommerferien-Programms hatte das Projektteam Interkulturelle Öffnung und Flüchtlingskoordination im DRK Kreisverband zum Besuch der DRK Rettungshundestaffel in Lorch eingeladen.

Fröhlich begrüßten Emma, Paula und Maddox zusammen mit ihren Hundeführern die Kinder und ihre Betreuerinnen und Betreuer auf dem Trainingsplatz der Gmünder DRK Rettungshundestaffel in Lorch. Noch etwas zurückhaltend versammelten sich zunächst alle Teilnehmer in der Sitzecke, um zu erfahren, wie es bei der Hunderettungsstaffel zugeht. Katrin Baumann und Daniela Zink erklärten, dass Rettungshunde zuverlässige Helfer bei der Rettung von in Not geratenen Menschen sind. Dank ihres ausgeprägten Geruchsinns und eines intensiven Trainings können sie große Gebiete effektiv und schnell nach einer vermissten Person absuchen. Auch wenn konkrete Einsätze zum Glück nicht so oft vorkommen, sind Rettungshunde mit ihren Hundeführern im modernen Rettungswesen nicht mehr wegzudenken.

„Warum kommt ihr denn mit euren Hunden hier her?“, wird neugierig gefragt. Katrin erklärt es gern: „Als ich meinen Hund bekam, war mir klar, ich möchte mit ihm gemeinsam ein Hobby ausüben und viel Zeit mit ihm verbringen. Außerdem kann ich somit im Dienst des DRK auch noch etwas Gutes tun.“

Nach der theoretischen Einführung zeigten die Hunde mit Freude, was sie im Training alles lernen: über schwieriges Gelände gehen, durch Rohre kriechen, sich nicht von Lärm ablenken lassen und verletzte / vermisste Personen „anzeigen“. „Ganz wichtig ist es“, betont Daniela Zink, „dass das Training auf dem Belohnungsprinzip basiert. Die Hunde sollen einfach Spaß haben.“ Daher gab es nach jeder gelungenen Einheit eine Portion Leberwurst aus der grünen Dose oder ein Leckerli; beides nahm Maddox auch gern aus Delavs Hand entgegen.

Trotz hoher Brennessel-Felder ließen sich die Kinder nicht nehmen, den Hunden auf der Vermisstensuche im Wald zu folgen. Zum Schluss war nach dem Wettlauf und anschließendem „Ballholen“-Spiel für die Betreuer nicht zu erkennen, wer mehr erschöpft war – die Hunde oder die Kinder. Alle jedoch waren rundum zufrieden mit der tollen Ferienaktion des DRK.

So bunt wie die Mandalas!

Stress abgebaut, neue Kraft geschöpft und sich dabei nett unterhalten! So bunt wie die Mandalas war es heute Morgen im DRK beim interkulturellen Frauenfrühstück. Frauen aus Mexiko, Peru, Kuba, Russland, Türkei und Deutschland sind im DRK zusammengekommen, neue Kulturen kennengelernt und sich beim Mandala-Ausmalen nett unterhalten.

Alle Gmünder Frauen sind zu den Frühstückstreffs herzlich eingeladen. Der nächste Frühstückstermin ist der 10.11.2016 von 09:00 bis 11:00 Uhr im DRK. Näheres zu dem Programm wird in Kürze veröffentlicht.

Zusätzlich wird ein offenes Buffet hergerichtet, zu dem alle Gäste einen Beitrag leisten dürfen. Zur besseren Organisation des Frühstücks wird um Anmeldung gebeten bei Kezban Celik (07171/3506-32) - k.celik@drk-gd.de Treffpunkt: DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V., Weißensteiner Straße 40, 73525 Schwäbisch Gmünd.

Zweite gemeinsame Blutspendeaktion vom DRK und DITIB Moschee Schwäbisch Gmünd

Bereits zum zweiten Mal wurde in der DITIB Gemeinde ein zweiter Blutspendetermin organisert - und dies wieder mit einer sehr positiven Resonanz. 

"Wir sind wirklich zufrieden mit dem Andrang", sagt Markus Kohlbecker, DRK-Blutspendereferent. Die Organisatoren wären mit einer Spenderzahl von 70 Personen schon zufrieden, am Tagesende hat sich die Zahl fast verzweifacht, welches alle Beteiligten angenehm überrascht hat. Auffällig war ebenfalls die Teilnahme von nichtmuslimischen Bürgerinnen und Bürgern an der Blutspendeaktion, die schon zu Beginn im Anmeldebereich standen. "Dass Dr. Bläse sich jedes Mal bei solchen Aktionen beteiligt ehrt die Organisatoren und die Gemeinden umso mehr", sagt Kezban Celik vom DRK. "Solche Maßnahmen bieten die Gelegenheit, sich beim Blutspenden kennenzulernen oder aber auch die Räumlichkeiten der DITIB Moschee mal von innen zu sehen".

Dass die Spendenwilligen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, immer noch nicht blutspenden dürfen, stellt ein aktuelles Problem dar, welches im letzten Jahr auch aufgetreten ist. Aufgrund der Richtlinien der Bundesgesundheitsorganisation, an dem der Blutspendedienst gebunden ist, dürfen Menschen ohne Deutschkenntnisse kein Blut spenden. Insbesondere junge geflüchtete Männer kamen motiviert in die Moschee um Blut zu spenden, aber sie müssten auch leider zurückgewiesen werden. Die Organisatoren erhoffen für die Zukunft eine Anpassung dieser Richtlinien und würden sehr gerne wieder solche gemeinsame Aktionen veranstalten.

Pressebericht: Gmünder Tagespost vom 08.10.2016

Bürgermeister Dr. Bläse blutet gerne

Der Erste Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Dr. Joachim Bläse, wurde am Freitag zu Ader gelassen und er blutete gerne. Bläse nahm an der Blutspendeaktion teil, die die türkisch-muslimische Gemeinde in der DITIB-Moschee ausrichtete. Die Gemeinde möchte damit vermehrt Muslime für die wohltätige Aufgabe des Blutspendens gewinnen. Daher wurde die Aktion auch gezielt auf die Zeit nach dem Freitagsgebet gelegt.

Fastenbrechen mit Symbolcharakter

Unser erster gemeinsamer Iftar-Abend (Fastenbrechen) anlässlich des Fastenmonats Ramadan 2016 am Samstagabend am Münsterplatz war ein voller Erfolg. Fast 1.000 Menschen nahmen an diesem einzigartigen und verbindendem Event teil, welches in Zusammenarbeit folgender Partner organisiert wurde:

Stadt Schwäbisch Gmünd - alle Gmünder Moschee- und Kulturvereine - katholische und evangelische Kirchen - DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V.

Herzlichen Dank an alle Partner, Sponsoren, den vielen Helfern sowie an alle Besucher und Gäste, die diese faszinierende Stimmung und Atmosphäre geschaffen haben!

Pressebericht Gmünder Tagespost vom 20.06.2016

Deutschlernangebot für Mütter mit Migrationshintergrund im katholischen Kindergarten St. Konrad in Lorch

Seit Februar verbindet 12 Frauen ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die deutsche Sprache besser lernen um Hemmschwellen im Alltag abzubauen und die Integration zu fördern. Dazu treffen sie sich 2 x wöchentlich unter Anleitung einer Fachkraft des DRK Schwäbisch Gmünd im katholischen Kindergarten St. Konrad in Lorch, den auch ihre Kinder besuchen.

Die Hilflosigkeit bei einem Arztbesuch mit dem Kind, Verständigungsprobleme beim Elternsprechtag oder fehlende Worte beim Gespräch mit den Nachbarn sollen mit diesem Kurs schon bald der Vergangenheit angehören. Ehefrauen und Müttern kommt nachweislich eine Schlüsselfunktion für den Verlauf und das Gelingen der Integration von Familien mit Migrationshintergrund zu. Die Kommunikation wird jedoch häufig wegen unzureichenden Sprachkenntnissen erschwert. Während die Kinder im Kindergarten sehr schnell die deutsche Sprache erlernen, verlieren die Mütter rasch den Anschluss, was sich dann wiederum negativ auf die Kommunikation innerhalb der Familie auswirken kann.

Der DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd e. V. ist Träger dieses niederschwelligen Seminarangebotes für ausländische Frauen, welches aus Mitteln des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge gefördert wird. Die Frauen treffen sich in den Räumen des Kindergartens, während der regulären Öffnungszeiten. Im Rahmen eines 20-stündigen themenbezogenen Kurses vermittelt Kursleitung Frau Katja Hölldampf das notwendige Handwerkszeug, um im Alltag besser bestehen zu können. „Das Angebot dieser Frauenkurse ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betont Kindergartenleitung Frau Andrea Schäffauer. Die Kurse greifen Themen der Kindererziehung auf oder informieren über das deutsche Schul- und Gesundheitssystem. Die Frauenkurse orientieren sich insgesamt an der Lebenswelt von Migrantinnen und berücksichtigen deren individuelle Bedürfnisse.

DRK Frühstücksteam gemeinsam mit irakischen Frauen bei der Malaktion

Gut vorbereitet für die Suppensonntage im Himmelsgarten

Die Teilnehmerinnen des Interkulturellen Frühstücks im DRK nahmen begeistert die Idee von Frau Schnürle-Baier auf, sich an den Suppensonntagen im Himmelsgarten zu beteiligen. Ab Ende April soll an jedem Sonntag für die Besucher des Himmelsgartens eine kostenlose vegetarische Suppe verteilt werden. Die Gmünder Vielfalt lebt auch kulinarisch! Schnell entschied man sich dafür, die berühmte russische Borschtsch zu kochen und zwar am 29. Mai 2016. Diese Suppe wird in Russland oft fleischlos gekocht und schmeckt nach Aussage der langjährigen Frühstücksteilnehmerinnen auch nur mit Gemüse.

Zunächst aber trafen sich einige Frauen im Mehrgenerationenhaus des DRK mit der Frauenbeauftragte Elke Heer und den irakischen Mädchen Fatn und Khitam zu einer gemeinsamen Malaktion.

Nach einem arbeitsreichen Vormittag zeigten  die „Künstlerinnen“ ihre Ergebnisse: Wolken und Sterne, die auf das Gericht und die jeweilige „Kochgruppe“ hinweisen.  Während des Malens und Lackierens wurde viel gelacht und  gemeinsam über die Entwürfe diskutiert. Der ein oder andere Entwurf landete im Papierkorb, bevor es an die Arbeit ging. Besonders Fatn zeigte großes Talent beim kunstvollen Malen der arabischen Schriftzeichen. Die jungen Frauen sagten im Anschluss begeistert zu, auch bei weiteren Aktionen mit Flüchtlingskindern, die Ilsabé Waldenmaier und Kezban Celik im DRK organisieren, mitzuhelfen. Da beide inzwischen gut Deutsch sprechen, helfen sie auch gern beim Dolmetschen. Zum Abschluss wurden schon mal die Rezepte der Suppen ausgetauscht und die gegenseitige Teilnahme zugesagt. Am 24.April 2016 kochen die irakischen Frauen eine Linsensuppe, am 29.Mai 2016 bieten die Frauen des Interkulturellen Frühstücks im DRK die vegetarische Kohlsuppe Borschtsch an.

Es duftet italienisch im DRK

Eins war beim italienischen Kochkurs im DRK letzten Dienstag auf jeden Fall zu spüren: das harmonische Miteinander! Interessierte Menschen für andere Kulturen haben sich während dem Kochkurs kennengelernt, sind sich begegnet und haben gemeinsam kulinarische Spezialitäten aus Italien zubereitet und genossen. Selbstverständlich unter der professionellen Anleitung von Angela Di Gianni und Teresa Fragale, die ursprünglich aus Italien kommen und die landestypischen Rezepte und Tipps gerne weitergeben.
Die Reihe der interkulturellen Kochkurse wird fortgesetzt. Am 03.05.2016 wird ein afghanischer Kochkurs stattfinden. Details folgen.

Interkultureller Ausflug des DRK-Kreisverbands Schwäbisch Gmünd an den Bodensee

Viel Spass bei den Teilnehmerinnen.

Alle Teilnehmer der interkulturellen Reise des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Schwäbisch Gmünd an den Bodensee waren individuell. Und doch hatten alle etwas gemeinsam: Sie sind allesamt Frauen und hatten auf der Insel Mainau viel Spaß.

Durch das Praxisprojekt „Interkulturelle Öffnung des Mehrgenerationenhauses“, welches derzeit im Gmünder Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im dritten Jahr umgesetzt wird, haben immer mehr Menschen mit unterschiedlicher Herkunft den Zugang zum DRK gefunden. Seien es russische, türkische, marokkanische, turkmenische, arabische oder kurdische Bürgerinnen und Bürger sowie auch einige Flüchtlingsfrauen, die sich untereinander kennengelernt und neue Freunde gewonnen haben.

Seit etwa drei Jahren versucht das DRK mit diversen Aktivitäten, die Öffnung gegenüber anderen Kulturen zu erreichen und Menschen anderer Nationalitäten näherzubringen. Vor diesem Hintergrund hat das DRK auch zum ersten Mal eine interkulturelle Studienreise an den Bodensee organisiert. So kam eine kunterbunte Frauengruppe zusammen, die sich auf den Weg zur Insel Mainau machte. „Nur unser Fahrer war männlich, aber er hat sich auch amüsiert und war sehr unterhaltsam. So konnten wir bei ihm auch eine interkulturelle Öffnung erreichen“, sagt Kezban Celik, Projektverantwortliche und Organisatorin der Reise.

Je mehr solche Begegnungen organisiert werden, haben die Menschen die Gelegenheit, ihr Gegenüber besser und einfacher kennenzulernen. „Hemmungen und Vorurteile können schneller abgebaut und Freundschaften gebildet werden“, erklärt Celik. Sie bedankt sich bei Monica Lindenberg-Kaiser, Kreissozialleiterin und ehemalige stellvertretende Präsidentin des DRK Kreisverbandes Schwäbisch Gmünd, die als eine große Hilfe während der Reiseorganisation galt. Die Reisegruppe war am Tagesende zufrieden und äußerte schon Wünsche nach weiteren Ausflugszielen – beispielsweise in die Türkei.

Imam ruft zum Blutspenden auf - 28.08.2015

Fatih Kilic liegt auf der Trage, um sich zu erholen. Der 23-jährige Türke hat gerade zum ersten Mal in seinem Leben Blut gespendet. "Ich wollte es scho immer einmal machen, habe mich aber ehrlich gesagt nie wirklich getraut", sagt Kilic. Ansporn, es nun doch endlich zu tun, sei die heimische Atmosphäre in der DITIB-Moschee gewesen. "Es hat mich zwar trotzdem etwas überwindung gekostet, aber so schlimm war es am Ende gar nicht", resümiert Fatih Kilic.
Eine Premiere ist es auch für die Gmünder DITIB-Gemeinde. Zum ersten mal veranstaltet sie in ihren Räumen einen Blutspendetermin. "Wir sind wirklich zufrieden mit dem Andrang", sagt Emin Cakmak, Vorsitzender der Gmünder DITIB-Gemeinde. 116 Personen haben am Freitag in der muslimischen Einrichtung ihr Blut gespendet. 64 davon zum ersten Mal. Auch DRK-Organisationsreferent Michael Kraus zeigt sich angesichts dieser Zahlen angenehm überrascht: "Wir haben mit gut 100 Teilnehmern gerechnet, doch gerade der Anteil an neuen Blutspendern ist sehr erfreulich." Nicht nur Muslime spendeten am Freitag ihr Blut, sondern auch Christen wie beispielsweise Gmünds Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse.

Während Fatih Kilic sich bereits ausruht, kommt DRK Mitarbeiterin Nadine Steiner mächtig ins Schwitzen. Sie ist eine der vielen freiwilligen Helfer an diesem Tag. Steiner steht bei der Anmeldung, erklärt jedem Einzelnen den genauen Ablauf und nimmt die Blutspender in eine Kartei auf. Von Minute zu Minute wird die Warteschlange vor ihr länger. Nicht etwa, weil Steiner langsam arbeitet, sonder da gerade das Freitagsgebet zu Ende gegangen ist und Dutzende gläubige Muslime nun ihr Blut spenden wollen. Der neue Imam der DITIB-Moschee Selcuk Lök hatte in seiner Predigt noch einmal auf die Aktion hingewiesen und darum gebeten, mitzumachen.Nach der Blutentnahme und der kurzen Erholungsphase dürfen sich alle Speder stärken. Anstelle der üblichen Käse- und Wurstbrote bei DRK-Spendenterminen gibt es in der DITIB-Moschee Pide, Börek und Baklava.

Den Blutspender-Fragebogen (bereitgestellt vom DRK-Blutspendedienst BW-Hessen) gibt es nur in deutscher Sprache und Dolmetscher hinzuzuziehen ist hier aus gesetzlichen Gründen nicht erlaubt. "Wir müssen diese Themen angehen", so Bilal Dincel, der nach einer Lösung für die Zukunft suchen möchte. Es müsse laut ihm doch möglich sein, dass bei Blutspendeaktionen wenigstens vereidigte Dolmetscher erlaubt sind. Kezban Celik, zuständig für das Projekt Interkulturelle Öffnung des Mehrgenerationenhauses im DRK, ist der gleichen Meinung. "Es hätten deutlich mehr Blutspender sein können, etwa 25 Spendenwillige mussten während der Aktion aufgrund fehlender Deutschkenntnisse wieder heimgeschickt werden. Die Verantwortlichen sollten sich ernsthafte Gedanken über die Richtlinien machen, die vom Bundesgesundheitsministerium vorgegeben werden", so Celik.

Die Organisatoren sind mit der Resonanz dieser ersten gemeinsamen Veranstaltung sehr zufrieden und planen für die Zukunft gemeinsame regelmäßige Termine pro Jahr.

 

Auszüge aus: Gmünder Tagespost und Rems-Zeitung vom 29.08.2015

Interkulturelles DRK-Kochbuch

Sieben Kulturen! 60 Rezepte!

Eine kulinarische Reise durch die Länder, vorgestellt von Köchinnen unterschiedlicher Herkunft des DRK Schwäbisch Gmünd.

Endlich ist es soweit und der DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V. hat vor Weihnachten das interkulturelle Kochbuch „Sieben Kulturen! 60 Rezepte!“ veröffentlicht.

Im Rahmen des Projektes „Interkulturelle Öffnung des Mehrgenerationenhauses“ haben seit 2012 im DRK regelmäßig interkulturelle Kochkurse stattgefunden, bei denen kulinarische Gerichte gemeinsam gekocht und genossen wurden. Die Kurse wurden jeweils von Frauen aus verschiedenen Ländern angeleitet und durchgeführt, so dass die Zubereitung der Gerichte mit lebendigen Gesprächen und neuen Kontakten umrahmt wurde. Insgesamt in 11 Kochkursen wurden diverse Gerichte aus den Ländern Türkei, Russland, Mexiko, Marokko, Saudi Arabien, Italien und Deutschland vorgestellt und nachgekocht.

Multikulti-Kochkurse mit Kindern aus verschiedenster Herkunft haben auch nicht gefehlt. An diesen Kochkursen konnten sehr leckere Kinderrezepte gesammelt werden, die in der Zubereitung sehr einfach sind. Auch Freundschaften zwischen den Kindern sind entstanden, die vorbildlich für unsere Gesellschaft sind.

In Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur ist das bunte und anspruchsvolle Kochbuch entstanden, welches viel mehr als nur eine Rezeptesammlung darstellt. Dahinter stecken viele Bildstreifen, die eine Reise durch die umgesetzten Kochkurse sowie durch die Länder darstellen; sehr viel Freude, Gefühle, Eindrücke und Informationen über die verschiedenen Länder und Köchinnen sind ebenso aus dem Buch zu entnehmen.

„Ein tolles Projekt, wenn man nach so viel Mühe und Aufwand so ein Buch in den Händen hält und auf jeder Seite etwas lächeln muss“, so Kezban Celik, die Projektverantwortliche beim DRK und bedankt sich bei allen Beteiligten: „Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Projektbeteiligte, die mit Zeit und Geduld das Projekt begleitet haben und die Fertigstellung unterstützt haben. Denn es ist nicht nur das Werk vom DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd, sondern von uns allen, von Ihnen, die ein offenes und verständnisvolles Herz für andere haben. Wir können alle stolz auf das Ergebnis sein!“

 

Das Kochbuch bietet sich ebenfalls als ein nettes Geschenk an und ist an folgenden Standorten in Schwäbisch Gmünd zu erwerben:

DRK KV Schwäbisch Gmünd e.V.

i-Punkt am Marktplatz

AOK Ostwürttemberg in der Pfeifergässle 21

Buchhandlung Herwig in der Postgasse 5

IDS GmbH in der Eutighoferstraße 144

Süddialog Schwäbisch Gmünd e.V. am Marktplatz 33

Amazon

 

Für Fragen oder Anregungen steht im DRK Kezban Celik unter 07171/3506-32 gerne zur Verfügung!

DRK & DITB Moschee Schwäbisch Gmünd - Erstmaliges gemeinsames Fastenbrechen wird zu vollem Erfolg

Öffentliches Fastenbrechen und Beginn eines Kooperationsprojektes DRK und DITIB-Gemeinde

Ibrahim Aslan begrüßte am 10.07.2015 Gäste aus Politik – viele Gemeinderäte waren gekommen -, Vereinen und unterschiedlichen Institutionen zum Fastenbrechen Iftar in die Moschee. Der türkische Generalkonsul und der DRK-Landespräsident standen dabei Pate für ein Kooperationsprojekt. Die Koranrezitation des Hodscha Selcuk Lök, die Umran Semazengruppe der drehenden Derwische sowie ein besonderes Fastenbrechen mit vielgängigem Festmenü bildeten den Rahmen für die vielstämmig geäußerte Bereitschaft zum Miteinander. Die türkisch-islamische Gemeinde und das DRK hatten gemeinsam eingeladen. Kezban Celik vom DRK und Bilal Dincel moderierten den Kooperationsabend in der DITIB-Moschee, erläuterten aber auch, warum der Fastenmonat für Muslime so wichtig ist – dass er Gottesdienst sei und die Menschen einander näher bringe. Für die Gmünder DITIB-Gemeinde versicherte Ibrahim Aslan, der Islam stehe für Frieden und Brüderlichkeit. Der Trend, ihn mit „Dschihadisten und IS-lern“ in Verbindung zu bringen, die er „gehirnamputierte Terroristen“ nannte, sei sehr besorgniserregend. Die Moschee sei nicht nur Gebetshaus, sondern auch Bildungs- und Freizeitzentrum, und nicht der „Sozialfall und Dschiadist“ wachse hier auf, sondern „der gebildete voll integrierte Moslem.“

„Nicht über Finsternis klagen, sondern Licht anzünden“, beschwor Lorenz Menz, Präsident des DRK-Landesverbands, mehr Miteinander. Das DRK habe interkulturelle Öffnung als zentrale Aufgabe entdeckt. Menz sprach von „großem Respekt vor der Ernsthaftigkeit, mit der im Ramadan gefastet“ werde: „Christen haben vieles aufgegeben, als sie das Fasten an die Wand drückten.“ Es brauche Brücken, damit Menschen einander begegnen könnten, so sein Appell. Er sei überzeugt: „Den Brückenbauern gehört die Zukunft“. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, gleichzeitig Präsident des DRK Kreisverbandes Schwäbisch Gmünd, sprach von seiner Überzeugung, die vielen „Gmünder Themen“ funktionierten nur, wenn Gemeinschaft funktioniere. Er erinnerte an viele gemeinsame Momente in der Moschee, etwa an die Friedensgebete, bei denen deutlich geworden sei, dass „wir gemeinsame Werte haben“.