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Laien leisten Lebenswichtiges

Der Andrang im Dorfhaus in Mittelbronn war groß. Unglaubliche 55 Teilnehmer waren zum Kurs der DRK-Aktion „1000 neue Lebensretter“ gekommen. Ihr Ziel: Sie wollten sich von Profis in der Laien-Reanimation schulen lassen. Kai Beschnitt, Notarzt und Anästhesiologie-Facharzt am Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd, sowie DRK-Ausbilder waren vor Ort und zeigten den Teilnehmern, wie sie beim Beobachten eines plötzlichen Herzstillstandes dem Betroffenen schnell und richtig helfen können. Vom Kontrollieren der Atmung bis zur vereinfachten Wiederbelebung wurden alle wichtigen Schritte genau erläutert, die notwendig sind, um im Ernstfall ein Leben zu retten.

Beschnitt nannte in seinem Vortrag beängstigende Zahlen: Rund 100 000 Menschen versterben in Deutschland jährlich am plötzlichen Herztod. Während die Überlebenschance, außerhalb eines Krankenhauses einen Herzstillstand zu überleben, europaweit bei durchschnittlich 30 Prozent und in vielen westeuropäischen Ländern sogar über 50 Prozent liegt, beträgt diese in Deutschland nur knapp 10 Prozent.

Und dies liege nicht an mangelnder professioneller Hilfe durch die deutschen Rettungsdienste und Notärzte oder an einer zu geringen Zahl an Rettungswachen, so Beschnitt. Die Ergebnisse zeigten, dass deren Leistung in Europa einen der vorderen Spitzenplätze einnehme.

Ursache sei die mangelnde Fähigkeit und Bereitschaft der deutschen Bürgerinnen und Bürger, mit einer Wiederbelebung (Reanimation) zu beginnen, bevor der Rettungsdienst kommt. 

Dabei sei es wichtig, zu wissen: Jede Minute, die verstreicht, bevor mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, senkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um 10 Prozent.

Wenn das Herz aufhört zu schlagen, kommt es nach drei Minuten zu Schäden am Hirn; der endgültige Hirntod tritt nach fünf bis sieben Minuten ein.

In dieser kurzen Zeit kann der Rettungsdienst nur in Ausnahmefällen vor Ort sein. Es braucht den aktiven Mitbürger.

 

In anderen Ländern Europas wird viermal häufiger mit der Wiederbelebung durch Laien begonnen als in Deutschland.

Wenn in Deutschland die Anzahl der Reanimationen durch Laien auf das gleiche Niveau wie im Ausland gehoben werden könnte, könnten pro Jahr bis zu 10 000 Leben zusätzlich gerettet werden. Und: „Bis zu 70 Prozent dieser Patienten wären nach fünf Monaten wieder arbeitsfähig“, sagt Beschnitt.

Aufgrund dieser Zahlen haben das Deutsche Rote Kreuz Schwäbisch Gmünd und das Zentrum für Intensivmedizin am Stauferklinikum ein gemeinsames Projekt begonnen. Dabei werden Bürgerinnen und Bürger der Region in der vereinfachten Wiederbelebung unterrichtet, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes völlig ausreichend ist. Außerdem werden die Teilnehmer ermutigt, im Ernstfall aktiv zu werden.

Das Ziel: 1000 neue Lebensretter für die Region Gmünd. 

Nachdem die Teilnehmer theoretisch auf dem Laufenden waren, kam der praktische Teil des Kurses. Jeder Teilnehmer übte an einem Dummy die ersten Maßnahmen, die bei einem plötzlichen Herzstillstand zu ergreifen sind. Dabei wurde deutlich, dass die Herzdruckmassage sehr kräftezehrend ist und es im Idealfall mehrere Helfer gibt, die sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes abwechseln können.

Wichtiges Fazit des Kurses: Es gibt nur einen Fehler, den man in einer Notsituation begehen kann: Nichts tun!

Zusatzinfo:

Dänemark wies im Jahr 2000 ähnlich schlechte Zahlen auf wie Deutschland. Unter anderem durch die Einführung von Reanimationsunterricht an den Schulen gelang es, die Anzahl der Laien-Reanimationen und die Überlebensrate zu verdreifachen. Aufwand: Pro Klasse zwei Stunden Unterricht in Wiederbelebung pro Jahr.

3000 Euro für DRK-Demenzstiftung

Beim Sonderverkauf der Hermann Bauer jun. GmbH ging ein Teil des Erlöses an die DRK-Demenzstiftung. Stolze 3000 Euro sind zusammengekommen und fließen nun direkt in die DRK-Stiftung zugunsten demenzkranker Menschen. Bereits zum zweiten Mal war das reichhaltige Sortiment an weihnachtlichen Geschenkartikeln in den neuen und größeren Räumlichkeiten in der Felix-Wankel-Straße 20 im Gewerbegebiet Gügling Nord zu finden. Und: In der zweiten Runde war die Aktion noch erfolgreicher als in der ersten. Zum Angebot gehörten versilberte Dekorationsartikel ebenso wie Edles aus Silberglas, Aluminium oder Edelstahl - was bei den zahlreichen Kunden sehr gut ankam.

„Demenz wird ein immer größeres Thema, das immer mehr Menschen angeht“, schildert Bauer seine Beweggründe, zu spenden. Die Vorsitzende des Demenzstiftungsrates, Irene Meixner, freute sich über die Unterstützung der Hermann Bauer jun. GmbH und gab sich als leidenschaftliche Anhängerin des Weihnachtssonderverkaufes zu erkennen. „Auch wenn ich bereits reichlich Weihnachtsschmuck zu Hause habe, hier finde ich doch jedes Mal etwas“, so Meixner.

Neben dem Verkauf gab es in diesem erstmals auch eine Bewirtung: Die Klasse 5b der Adalbert-Stifter-Realschule sowie das Hofcafé Herdtlinsweiler sorgten für das leibliche Wohl.

1000 neue Lebensretter: Kurs in Großdeinbach gut besucht

Viele Interessierte kamen in den Großdeinbacher Bürgersaal, um sich in der Laien-Reanimation fit zu machen. Mitarbeiter von DRK und Stauferklinikum waren vor Ort und zeigten den Teilnehmern, wie sie beim Beobachten eines plötzlichen Herzstillstandes dem Betroffenen schnell und richtig helfen können.

Dr. Hans-Jörg Lorenz, Leitender Arzt des Zentrums für Intensivmedizin am Stauferklinikum, startete mit seinem Vortrag, in dem er beängstigende Zahlen präsentierte. In Deutschland beginnen nur rund 20 Prozent der Menschen, die einen plötzlichen Herztod beobachten, mit der Reanimation vor Ort, bis der Rettungsdienst eintrifft. In Norwegen beispielsweise ist die Bevölkerung in der Laien-Reanimation viel besser geschult, was zur Folge hat, dass dort rund 65 Prozent der Beobachter die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit lebensrettenden Reanimationsmaßnahmen überbrücken. Zeit, die über Leben und Tod entscheidet. 

Ziel der Aktion: 1000 Bürgerinnen und Bürger in der Laien-Reanimation zu schulen und auszubilden.

Mehr Infos zur Aktion und ein Anmeldeformular gibt's hier.

1000 neue Lebensretter zu Gast in der DITIB

Mitarbeiter von DRK und Stauferklinikum waren diesmal für die Aktion 1000 neue Lebensretter in der türkisch-islamischen Gemeinde (DITIB) im Einsatz – das Ergebnis war mehr als zufriedenstellend. Ziel der Aktion: 1000 Bürgerinnen und Bürger in der Laien-Reanimation zu schulen und auszubilden.

Angemeldet für den Abend waren 30 Teilnehmer, tatsächlich kamen weit mehr als 40 Interessierte, die zum Lebensretter ausgebildet werden wollten. Dr. Hans-Jörg Lorenz, Leitender Arzt des Zentrums für Intensivmedizin am Stauferklinikum, bereitete den meist türkischstämmigen Teilnehmern eine freudige Überraschung durch die Begrüßung in ihrer Muttersprache. Nach einem Vortrag von Dr. Lorenz zeigten Hürü Celebi und Daniel Gerch, Erste-Hilfe-Trainer im DRK, eine praktische Umsetzung der ersten Hilfe an den Trainingspuppen und erklärten ihr Vorgehen in zwei Sprachen, obwohl kaum kaum Sprachbarrieren vorhanden waren. Anschließend durften die Teilnehmer das Gelernte mit den Trainingspuppen üben. Mit der Übergabe der Urkunden und gemeinsamem Austausch bei Tee und Gebäck ging der Abend zu Ende.

DRK und Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd dankten der DITIB Gemeinde für ihren Einsatz und die Sensibilisierung für das Thema Laien-Reanimations-Ausbildung. Aufgrund der großen Nachfrage sind weitere Lebensretterkurse in der Gemeinde geplant.

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DRK Rettungsdienst dokumentiert digital

Neues digitales Dokumentationssystem beim Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuz in Schwäbisch Gmünd

Der DRK Rettungsdienst in Schwäbisch Gmünd hat gemäß den aktuellen Bestimmungen, in Baden Württemberg eine rettungsdienstliche Dokumentation mit einer landeseinheitlichen Datensatzspezifikation zu etablieren, eine auf Tablet Computer basierende medizinische Dokumentation in Schwäbisch Gmünd eingeführt. Um das für den Ostalbkreis richtige Produkt zu finden, wurde nach einem Beschluss des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst im Ostalbkreis, der sich aus den Rettungsdiensten, den Krankenkassen und der Rechtsaufsicht (angesiedelt beim Landratsamt) zusammensetzt, eine Arbeitsgruppe gegründet. Diese bestand aus Vertretern der Rettungsdienstorganisationen und den Krankenkassen (in der Arbeitsgruppe vertreten durch die AOK). Nach Prüfung der sich am Markt befindlichen Produkte und verschiedenen Teststellungen wurde das jetzt beschaffte System der Firma Pulsation einstimmig ausgewählt und in der Folge beschafft. Die Kosten hierfür werden weitgehend durch die Krankenkassen übernommen.

Mit Hilfe der neu beschafften Tablet Computer können zukünftig alle medizinischen und einsatztaktischen Daten erfasst werden. Diese können entweder direkt im Rettungswagen in ein Papierprotokoll ausgedruckt werden oder in der Zielklinik über einen dortigen Drucker. Weiterhin werden die Daten als anonymisierter Datensatz MIND3.1 (MIND steht für Minimaler Notfalldatensatz) an die Stelle zur trägerübergreifenden Qualitätssicherung im Rettungsdienst Baden-Württemberg (SQR) übertragen und dort landesweit ausgewertet. Mit dieser Datenerfassung wird der Grundstein für ein landesweit flächendeckendes medizinisches Qualitätsmanagement gelegt. Neben dem Vergleich mit anderen Bereichen kann auch direkt zu jedem Einsatzstichwort ausgewertet werden, ob die entsprechenden Maßnahmen sinnvoll sind oder an welcher Stelle ggf. Verbesserungspotential liegt. Wir erwarten hier nur Nuancen, so der für Schwäbisch Gmünd zuständige Rettungsdienstleiter Tobias Gerhardts, da, wie auch von der für den DRK Rettungsdienst Schwäbisch Gmünd ärztlich verantwortlichen Dr. Marion Haller bestätigt wird, das Niveau an sich schon sehr hoch liegt. Dies haben die bisherigen, in mühevoller Handarbeit erstellen Auswertungen, ergeben. Jetzt kann die Auswertung deutlich genauer und einfacher auf elektronischem Wege erfolgen. Wichtig ist beiden auch, dass beim Patienten nicht der Eindruck entsteht, die Rettungsdienstmitarbeiter würden mit dem Tablet spielen oder gar Filme anschauen. Beides ist technisch nicht möglich, die Tablets können nur für die medizinische Dokumentation eingesetzt werden.

Zukunftsmusik ist sicher noch die elektronische Übertragung zu den Zielkrankenhäusern direkt in eine elektronische Patientenakte. Dass dies aber kommen wird, ist sich der Gmünder Rettungsdienstleiter sicher, erste Pilotprojekte hierzu laufen bereits.

Neben der reinen medizinischen Dokumentation bieten die Tablets noch weitere Möglichkeiten. So sind viele einsatzspezifischen Dokumente, z.B. Standarteinsatzmaßnahmen, sogenannte SOPs (Standard Operating Procedure) oder auch alle Gebrauchsanweisungen für Medizinprodukte, die gesetzlich immer mitgeführt werden müssen, im Tablet enthalten und können auch jederzeit angepasst werden.

Insgesamt fassen die Verantwortlichen des Gmünder Rettungsdienst zusammen, ein weiterer Schritt, der den Rettungsdienst moderner und effizienter und gleichzeitig die Arbeit transparent macht.