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DRK Rettungsdienst dokumentiert digital

28. Juli 2017

Neues digitales Dokumentationssystem beim Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuz in Schwäbisch Gmünd

Der DRK Rettungsdienst in Schwäbisch Gmünd hat gemäß den aktuellen Bestimmungen, in Baden Württemberg eine rettungsdienstliche Dokumentation mit einer landeseinheitlichen Datensatzspezifikation zu etablieren, eine auf Tablet Computer basierende medizinische Dokumentation in Schwäbisch Gmünd eingeführt. Um das für den Ostalbkreis richtige Produkt zu finden, wurde nach einem Beschluss des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst im Ostalbkreis, der sich aus den Rettungsdiensten, den Krankenkassen und der Rechtsaufsicht (angesiedelt beim Landratsamt) zusammensetzt, eine Arbeitsgruppe gegründet. Diese bestand aus Vertretern der Rettungsdienstorganisationen und den Krankenkassen (in der Arbeitsgruppe vertreten durch die AOK). Nach Prüfung der sich am Markt befindlichen Produkte und verschiedenen Teststellungen wurde das jetzt beschaffte System der Firma Pulsation einstimmig ausgewählt und in der Folge beschafft. Die Kosten hierfür werden weitgehend durch die Krankenkassen übernommen.

Mit Hilfe der neu beschafften Tablet Computer können zukünftig alle medizinischen und einsatztaktischen Daten erfasst werden. Diese können entweder direkt im Rettungswagen in ein Papierprotokoll ausgedruckt werden oder in der Zielklinik über einen dortigen Drucker. Weiterhin werden die Daten als anonymisierter Datensatz MIND3.1 (MIND steht für Minimaler Notfalldatensatz) an die Stelle zur trägerübergreifenden Qualitätssicherung im Rettungsdienst Baden-Württemberg (SQR) übertragen und dort landesweit ausgewertet. Mit dieser Datenerfassung wird der Grundstein für ein landesweit flächendeckendes medizinisches Qualitätsmanagement gelegt. Neben dem Vergleich mit anderen Bereichen kann auch direkt zu jedem Einsatzstichwort ausgewertet werden, ob die entsprechenden Maßnahmen sinnvoll sind oder an welcher Stelle ggf. Verbesserungspotential liegt. Wir erwarten hier nur Nuancen, so der für Schwäbisch Gmünd zuständige Rettungsdienstleiter Tobias Gerhardts, da, wie auch von der für den DRK Rettungsdienst Schwäbisch Gmünd ärztlich verantwortlichen Dr. Marion Haller bestätigt wird, das Niveau an sich schon sehr hoch liegt. Dies haben die bisherigen, in mühevoller Handarbeit erstellen Auswertungen, ergeben. Jetzt kann die Auswertung deutlich genauer und einfacher auf elektronischem Wege erfolgen. Wichtig ist beiden auch, dass beim Patienten nicht der Eindruck entsteht, die Rettungsdienstmitarbeiter würden mit dem Tablet spielen oder gar Filme anschauen. Beides ist technisch nicht möglich, die Tablets können nur für die medizinische Dokumentation eingesetzt werden.

Zukunftsmusik ist sicher noch die elektronische Übertragung zu den Zielkrankenhäusern direkt in eine elektronische Patientenakte. Dass dies aber kommen wird, ist sich der Gmünder Rettungsdienstleiter sicher, erste Pilotprojekte hierzu laufen bereits.

Neben der reinen medizinischen Dokumentation bieten die Tablets noch weitere Möglichkeiten. So sind viele einsatzspezifischen Dokumente, z.B. Standarteinsatzmaßnahmen, sogenannte SOPs (Standard Operating Procedure) oder auch alle Gebrauchsanweisungen für Medizinprodukte, die gesetzlich immer mitgeführt werden müssen, im Tablet enthalten und können auch jederzeit angepasst werden.

Insgesamt fassen die Verantwortlichen des Gmünder Rettungsdienst zusammen, ein weiterer Schritt, der den Rettungsdienst moderner und effizienter und gleichzeitig die Arbeit transparent macht.

Mobilität des ambulanten Pflegedienstes erhöht

Brigitte Wagenblast, Geschäftsführerin des gleichnamigen Autohauses, ist dem Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Schwäbisch Gmünd e.V., schon seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. Unter anderem bringt sie sich ehrenamtlich im Stiftungsrat der DRK-Demenzstiftung ein. Kurz vor Weihnachten überlässt sie dem ambulanten Pflegedienst des DRK ein neues Fahrzeug. „Ich möchte helfen, die Mobilität des DRK-Helferteams für den Altkreis Schwäbisch Gmünd weiter zu erhöhen“, so Wagenblast. DRK-Präsident Dr. Joachim Bläse bedankte sich für die großzügige Unterstützung, die dazu beitrage, dass die Menschen lange gut zu Hause leben können.

Auf dem Bild von links: Brigitte Wagenblast, Dr. Joachim Bläse, Sonja Duschek (hinten), Abteilungsleitung Sozialarbeit und ambulante Dienste, Pflegedienstleitung (PDL) Peggy Hahnewald, DRK Kreisgeschäftsführer Bruno Bieser, Carmen Deutsch, stellvertretende PDL, Frank Tietze, Volkswagen Verkaufsleiter, Sigrun Merholz und Joachim Gohlke (beide stellvertretende PDL)